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Malteser Speyer

Tag der Malteser Schulsanitätsdienste

Jugendliche lernen Wichtiges für den Schulalltag

23.04.2018
In der Helios Dr. Horst Schmidt Klinik durften sich die Schulsanitäter die Notaufnahme ansehen.

Schüler haben heutzutage viel zu tun: Zwischen Ganztagsunterricht und Hausaufgaben, soll ja schließlich auch noch Freizeit für Hobbys und Freunde übrigbleiben. Umso beachtlicher ist es, wenn Jugendliche sich dann auch noch am Wochenende die Zeit nehmen, um sich weiterzubilden. Einen solchen Bildungs- und Workshop-Tag haben 130 Schulsanitäter aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an der Kellerskopfschule in Wiesbaden besucht.

Den Jugendlichen wurden Workshops zu verschiedenen Themen angeboten. „Unser Ziel war es, Informationen zu liefern, die sie im Rahmen ihres Engagements als Schulsanitäter nutzen können“, erklärt Malteser Jugendreferent Felix Bohn aus der Diözese Speyer. Neben theoretischen Schulungen, gab es auch viele praktische Übungen. Zum Beispiel konnten sie die Patientenübergabe an den Rettungsdienst mit einem Rettungswagen üben, ebenso wie den Umgang mit einem Feuerlöscher oder Funkgeräten. Besonders interessierten sich die 14- bis 19-Jährigen für die Themen „Notfälle mit Drogen“ sowie „Rechtliche Grundlagen“ der Ersten Hilfe. „Diese Workshops waren sofort voll“, berichtet Bohn, die den Schulsanitätsdiensttag mit organisierte. „Ebenfalls gefragt war der Besuch der Notaufnahme der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden. Auch hier waren die vorhandenen zehn Plätze sofort belegt“, ergänzt die Malteserin.

Besonders plastisch wurde es im Workshop „Realistische Unfalldarstellung“. Hierbei geht es darum, Einsatzkräfte auf den Ernstfall vorzubereiten. Bei den Maltesern gibt es hierfür einen eigenen Dienst. Darin üben Ehrenamtliche, wie man Verletzungen und Krankheitsbilder so realistisch wie möglich darstellen kann. Hierfür greifen die Malteser unter anderem zu Kunstblut, Schminke und verschiedenen Wunden aus Latex. Aber auch schauspielerisches Können ist gefragt; beispielsweise, wenn ein epileptischer Anfall oder Herzinfarkt gemimt werden soll. Für die Schulsanitäter hatten die Workshop-Leiter unter anderem das Schminken von Wunden auf dem Programm. Und so liefen Jugendliche mit aufgeschürften Knien, Glasscherben in der Hand, blauen Augen und herausgerissenen Fingernägeln umher – und hatten Spaß dabei.

Insgesamt besuchte jeder Teilnehmer zwei Workshops, einen am Vor- und einen am Nachmittag. Felix Bohn ist überzeugt, dass die Schulsanitäter an diesem Tag viel gelernt haben. „Das Feedback der Jugendlichen war sehr positiv. Alle sagten, dass sie viel dazu gelernt haben. Im nächsten Jahr werden wir den Schulsanitätsdiensttag wieder so anbieten“, so Bohn.

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